|
Liebe Leser!
"Jesus Christus herrscht als König"
Am Sonntagabend dachten wir in unserem Online Gebet der evangelischen Allianz besonders an die Kriegssituation um den Iran. Detlef Garbers erinnerte uns daran, was Karl Barth kurz vor seinem Tod seinem Freund Thurneysen am Telefon gesagt haben soll. Die beiden unterhielten sich über die gegenwärtige Weltlage, und Karl Barth sagte dazu: "Bleiben wir doch zuversichtlich auch in den dunkelsten Augenblicken! Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung für alle Menschen, für die ganze Völkerwelt! Gott lässt uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! – Es wird regiert!" (Karl Kupisch, Karl Barth in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Stuttgart: Steinkopf, 1977, S. 135.)
Philipp Friedrich Hiller drückte es im bekannten Lied "Jesus Christus herrscht als König" nicht anders aus. In den letzten drei Strophen hat er die Menschenschar vor Augen, die in der Offenbarung vor dem Thron Gottes steht. Mir ist in letzter Zeit bewusst geworden, dass Ewigkeit und Heute an dieser Stelle zusammentreffen müssen. In der Offenbarung des Johannes finden wir diese Thronszenen an mehreren Stellen. Die Heiligen sind dort versammelt und bejubeln Gott, den Vater und seinen Sohn als König und Retter. Ihre Hoffnung ist auf IHN gerichtet. Schon jetzt haben wir Zugang zu diesem Thron (Römer 5,1). Wir sind mit Jesus Christus eingesetzt in der himmlischen Welt. Zukunftsmusik findet deshalb schon heute statt, weil Gott in seiner Ewigkeit die gesamte Weltgeschichte übersieht. Für uns Menschen ist das zwar vollkommen unfassbar, aber dieser Gedanke tröstet mich sehr.
Kinder haben es hier wohl leichter, denn sie verstehen offenbar ganz natürlich, dass alles so viel größer ist als sie sich das erklären können. Der Umgang und die Arbeit mit Kindern kann deshalb so wertvoll für unseren Glauben sein. Wie wir mit Kinder aus geflüchteten Familien umgehen, können wir am Samstag bei unserem Online Treffen erfahren. Herzliche Einladung dazu.
|