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Liebe Leser!
Neulich stolperte ich über diesen Weisheitsspruch: „In der Größe seines Volkes liegt die Ehre des Königs, doch ein Rückgang der Bevölkerung ist Untergang.“
Unsere Bevölkerung in Deutschland ist rückläufig. Deswegen sagen die einen, wir sollten mehr Kinder bekommen, die anderen betonen, dass wir von Migration abhängig sind.
Die Zukunft unseres mittlerweile multikulturellen Volkes ist in Wahrheit davon abhängig, dass wir „Kinder“ großziehen, die in einem guten Umfeld heranwachsen. Kinder, die sich geliebt wissen und mit liebevoller Bestätigung und Korrektur begleitet werden, können sich zu stabilen Persönlichkeiten entwickeln. Dazu können wir alle unseren Beitrag leisten.
Carolin Hofmann und Matthias Brüns vom “Kinderprojekt Arche” in Hamburg erzählten in unserer AMIN-Online-Konferenz im Frühjahr von ihren Erfahrungen. Die Kinder in ihrem Arbeitsumfeld wachsen zumeist zwischen den Kulturen auf, der Kultur ihrer Eltern und dem Umfeld der deutschen Kultur. So wurde uns wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist, kultursensibel zu agieren. Die nächste Generation tut sich damit nicht mehr schwer, weil sie im Umfeld von verschiedenen Kulturen aufwächst. Für meine eigenen Kinder sind interkulturelle Erfahrungen der Alltag.
Ich besuche regelmäßig den „Treff 18“ für Flüchtlinge und Migranten in Backnang. Vor über 10 Jahren haben Rainer und Margret Hönig diesen Treff ins Leben gerufen. Hunderte haben dort vorübergehend Heimat gefunden, sind geliebt und begleitet worden. Einige haben mir gesagt: „Rainer und Margret sind mein deutscher Vater und meine deutsche Mutter.“ Migration kann tatsächlich eine Antwort auf unser demografisches Problem in Deutschland sein, und dazu braucht es Menschen, die sich wie ein Vater und wie eine Mutter um diejenigen kümmern, die nach Deutschland ziehen. Wenn wir hier nicht unsere Aufgabe sehen, wird unsere Bevölkerungszahl zwar durch die Migration ansteigen, aber wir werden zu einem Volk mit vielen „Waisenkindern“, wage ich zu behaupten.
Bernd Siggelkow, der Gründer der Archearbeit, schreibt im neuesten Newsletter der Arche: “Kinder sind nicht nur die Zukunft unserer Gesellschaft, sie sind vor allem ihre Gegenwart.” So wollen wir gegenwärtig und geistesgegenwärtig handeln.
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Ich wünsche uns allen dazu Liebe, Mut und Gelassenheit. Möge Gottes Geist uns dazu erfüllen.
Herzliche Grüße,
Fred Eick
Forum aktiv. miteinander.interkulturell (AMIN)
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Vielfalt in versöhnter Einheit leben
Christi Gemeinde, statt unsere
So lautet das erste von neun Statements des AMIN-Heftchens Vielfalt in versöhnter Einheit leben, die wir im AMIN-Newsletter nacheinander betrachten wollen.
Kürzlich habe ich in unserer benachbarten Kreisstadt eine neue Gemeinde entdeckt. Von dieser rumänischen Gemeinschaft hatte ich noch nichts gehört. Sie trifft sich in einer privaten Wohnung, hat weder Website, noch Social Media Account, auch keinen rechtlichen Status. Dennoch ist sie wichtiger Teil der Gemeinde Jesu in unserer Stadt. Jetzt frage ich mich: Wie viele weitere informelle Gemeinden mag es noch in unserer Stadt geben, von denen ich keine Ahnung habe? Wie viel größer ist das Reich Gottes, als ich es je ahne?
Gemeinde ist Gottes Wahl. ER hat Menschen aus ihrer jeweiligen Gesellschaft herausgerufen, sie erlöst, für sich gereinigt, begabt und in Beschlag genommen. Sie folgen Jesus nach und sind wahrlich eine bunte Schar.
Vor 2000 Jahren hatte Jesus seine Jünger ganz bewusst ausgewählt. Nach intensivem Gebet (Lukas 6,12) berief er Fischer, Zolleintreiber, Terroristen, Betrüger. Sie kamen aus verschiedenen sozialen Schichten und hatten andersartige Temperamente und politische Überzeugungen. In der Film-Serie „The Chosen“ wird eindrucksvoll herausgearbeitet, wie unterschiedlich die Jünger wohl waren. Menschlich gesehen hätten sie nie miteinander ausgehalten, doch Jesus rief sie in Sein Team und formte sie zu einer Gemeinschaft. Sie lernten miteinander auszukommen und sich gegenseitig zu unterstützen.
An Pfingsten hat dann Gottes Geist sie zur Gemeinde erweitert und so ist es bis heute.
Gemeinde ist die eine weltweite, alle Generationen umspannende Familie Gottes. „So seid ihr also keine Fremden mehr, geduldete Ausländer, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und gehört zur Familie Gottes“ (Eph 2,19). Wir haben einen Vater im Himmel und sind alle Brüder und Schwestern. Wir tragen somit seine (geistlichen) Gene in uns, spiegeln sein Wesen wieder. Darum gehören wir untrennbar zusammen; so unterschiedlich wir sind, wir können uns nicht voneinander distanzieren. Wie leben wir diese Gemeinschaft mit Gemeinden anderer Herkunft und Sprachen?
Gottes Wort geht noch einen Schritt weiter. Es vergleicht die Gemeinde mit einem lebendigen Organismus. Jesus ist das Haupt und alle Christen und Gemeinden sind Glieder in seinem Leib (Kol 1,18). Die zahlreichen Glieder sind eng miteinander verbunden, benötigen sich gegenseitig, unterstützen, bereichern und fordern einander (1. Korinther 12). Und wenn ein Glied leidet, dann leiden alle. Wir brauchen einander – gerade Gemeinden, die ganz anders sind als unsere, ergänzen uns, und wir benötigen ihre Perspektive. Wir können nicht ohne die anderen leben!
Kennen wir Gemeinden oder einzelne Mitchristen in unserer Nachbarschaft? Wie viele ukrainische, spanische, afrikanische und koreanische Geschwister gibt es? Wie leben wir die Beziehung mit ihnen? Wie lassen wir uns von ihnen beschenken und lernen von ihnen?
Detlef Blöcher
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Einheit unter persischen Christen in Deutschland
Am 7. und 8. Januar tötete die Islamische Republik Iran innerhalb von zwei Tagen etwa 52.000 unschuldige Menschen mit scharfer Munition, die wegen ihrer Lebensbedingungen auf die Straße gegangen waren. Die Regierung behauptete, es sei das Werk Israels und des Mossad. Wir als iranische Christen in Deutschland befanden uns in einer sehr schwierigen Lage und waren tief betroffen vom Tod dieser jungen Menschen und ihren trauernden Familien.
In jenen Tagen hatte ich einen Traum, in dem sich alle iranischen Kirchen meines Landes vereinten. Zuerst dachte ich, sie würden es nicht glauben, wenn ich ihnen davon erzählte, aber der Heilige Geist überzeugte mich, mit jeder einzelnen Kirche zu sprechen und ihnen von meinem Traum zu berichten. Sie sagten mir, wir hätten diesen Traum schon vor Jahren gehabt, aber er sei nicht in Erfüllung gegangen, und dies sei eine gute Gelegenheit, ihn zu verwirklichen. Sie stimmten zu. Wir versammelten uns in Bremen am Sonntag, dem 15. Februar. Etwa 180 Menschen nahmen teil, darunter Iraner aus drei persischen Gemeinden und etwa 25 Verantwortliche aus deutschen Gemeinden in der evangelischen Allianz in Bremen. Wir kamen zusammen, um für die Befreiung des Irans von der verbrecherischen Regierung der Islamischen Republik zu beten.
Es war ein wunderbarer Tag. Durch Gebet, Lobpreis und das Wort Gottes brachten wir unsere Bitten zu unserem himmlischen Vater. Dieser Traum, den Gott der Gemeinde und mir geschenkt hatte, erfüllte sich. Ich war überglücklich darüber. Es ist bemerkenswert, dass zwei Wochen nach unserem Gebet Ali Khamenei, der Diktator des Iran, getötet wurde, weil seine Hände mit dem Blut der iranischen Jugend befleckt waren.
Wir danken Gott, dass er unsere Gebete erhört hat und für unsere Freiheit im Iran kämpft, denn wir kämpfen nicht gegen Menschen.
Amin Sadeghi
Pastor der Persisch-Christlichen Gemeinde “Isa Masih” in Bremen
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Amin Sadeghi
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Baran aus Syrien erzählt
Fluchtgeschichten
Baran, ein Kurde aus Syrien, floh damals mit seinen Eltern und Brüdern als Kind von Syrien und kam schließlich nach Deutschland. Er erzählt, wie er Deutschland erlebt:
"Hallo, ich bin Baran, 16 Jahre alt. Als kleines Kind musste ich mit meiner Familie aus Syrien fliehen. Unser Weg führte uns zunächst in den Libanon, anschließend in die Türkei und schließlich über Europa nach Deutschland.
In Deutschland habe ich früh Unterstützung erfahren, insbesondere in der Schule, und konnte die Sprache schnell erlernen. Dafür bin ich sehr dankbar. Hier habe ich gelernt, dass Menschen sehr unterschiedlich sein, aber dennoch gut miteinander leben können, wenn gegenseitiger Respekt vorhanden ist. Für mich ist dabei besonders wichtig geworden, selbst ein guter Mensch zu sein und anderen ebenso zu begegnen.
Als ich in Deutschland angekommen bin, hatte ich mich sofort zu Hause gefühlt. Es war für mich nie wie an anderen Orten zuvor. Ich hatte vorher kein wirkliches Heimatgefühl entwickelt, bis ich nach Deutschland kam. Hier habe ich zum ersten Mal erlebt, was es bedeutet, anzukommen und sich wirklich zuhause zu fühlen. Ich konnte hier meinen Alltag aufbauen und mich früh einleben.
Heute fühle ich mich eher deutsch, auch wenn meine kurdischen Wurzeln ein wichtiger Teil meiner Identität bleiben. Beides gehört für mich zusammen und steht nicht im Widerspruch.
Syrien ist ein vielfältiges Land mit zahlreichen ethnischen und religiösen Minderheiten, darunter unter anderem Kurden, Christen, Alawiten, Drusen, Armenier und Assyrer. Diese Vielfalt prägt die Geschichte des Landes. Gleichzeitig sind Minderheiten dort bis heute in unterschiedlichem Ausmaß von Diskriminierung und Unterdrückung betroffen.
Ich bin sehr dankbar für das, was Deutschland mir und meiner Familie ermöglicht hat, sowie für die Offenheit vieler Menschen, die uns hier begegnet sind."
Fluchtgeschichten sind individuell und lassen sich nicht verallgemeinern. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, seine eigenen Erfahrungen und seine eigene Form des Ankommens. Und genau deshalb ist es so wichtig, genauer hinzusehen, zuzuhören und Menschen nicht auf eine einzige Geschichte oder ein einziges Bild zu reduzieren. Hinter jedem Schicksal steht ein Mensch mit einer ganz eigenen Realität.
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Baran
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Termine
Über Grenzen hinweg – Jesus ist schon da
Wie das Evangelium Menschen über kulturelle Grenzen hinweg verbindet und Kirche verändert Anmeldung erwünscht bei Fred Eick:
Weitere Infos über unser AMIN Online Herbsttreffen am 17.10.2026 von 9:30-12:00 Uhr finden Sie hier:
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AMIN Regionalkonferenz Baden-Württemberg
07. November - Spaichingen
Austausch und Kennenlernen von Mitarbeitern aus der Flüchtlings-/Migrantenarbeiten aus der Region
> mehr Informationen
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Weitere Termine
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Neunter Internationaler Gemeindetag
05. September - Ewersbach
mit Übertragung an verschiedenen Orten Infos: andreas.scholz@bundfeg.de
> mehr Informationen
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Icp – Netzwerktreffen
09. September - Korntal, AWM
Infos: iris.schueltzke@globemission.org
> mehr Informationen
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Konferenz
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Across Borders Konferenz
26. September - Pforzheim
Bei der Konferenz wollen wir fachlich austauschen. Wir wollen erleben, wie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unser Leben bereichern. Wir wollen Gott feiern, interkulturell, als Beispiel für Gemeinde vor Ort. Wir wollen von Christen aus anderen Kulturen lernen, sie hören und verstehen.
Komm und berichte von deinen Erfahrungen!
Online Teilnahme möglich
> mehr Informationen
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EAD Online Gebet
Sonntags von 20:15 bis 21:00 Uhr
Jeden Sonntagabend hören auf einen kurzen biblischen Impuls und beten dann gemeinsam und in kleinen Gruppen miteinander. Hier können Sie sich anmelden und bekommen dann die Zugangsdaten zum Treffen auf Zoom.
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af
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Und das liebe Geld
Alle Mitarbeitenden im AMIN sind ehrenamtlich tätig, doch fallen im AMIN Sachkosten an für Graphik, Website, Druckkosten etc.
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Evangelische Allianz in Deutschland e.V.
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